Aktuelles

Änderung der Projektzuständigkeit

Die Initiative Kronberg 96 hat den Wiederaufbau der ersten 3 Schulen in dem unterstützten Ort Kumbu-Kasthali Ende 2017 weitgehend abgeschlossen, den der weiteren Schulen mit verschiedenen Ergänzungsmaßnahmen in 2018.

Nach Abschluss dieser Arbeiten gab es einen entscheidenden Wechsel. Am 4.5.2018 hat die Mitgliederversammlung der Initiative Kronberg 96 einstimmig beschlossen, die Projektverantwortung Mitte des Jahres an die Königsteiner Stiftung Childaid Network zu übertragen und den eigenen Verein aufzulösen.

Childaid Network war in Nepal schon unser direkter Nachbar, seitdem das Wiesbadener Nepalprojekt der Helene-Lange-Schule (zuletzt "Kinder von Bhandar e.V.") bei Childaid Network integriert wurde. Die in dem Rahmen  geförderten  (ehemaligen) VDCs Bhandar, Those und Pirti  grenzen direkt an den VDC Kumbu-Kasthali an. Es gibt daher schon seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit, die nun zur kompletten Integration unseres Projekts bei Childaid Network führte

Unser ausführliches Schreiben an alle Freunde und Förderer der Initiative vom 27.3.18 können sie nachfolgend einsehen. Ebenfalls beigefügt ist das Protokoll der erwähnten Mitgliederversammlung vom 4.5.2018. Die Übertragung der Projektverantwortung erfolgte offiziell per 30.6.2018.

Schreiben der Initiative vom 27. März 2018 

Liebe Freunde und Förderer der Initiative Kronberg,  

wir wenden uns heute mit einem sehr besonderen Schreiben an alle, die uns nach dem Erdbeben von 2015 mit Spenden für den Wiederaufbau oder zu anderer Zeit unterstützt haben. Aus dem vorjährigen Protokoll über unsere Mitgliederversammlung konnten Sie ersehen, dass wir bereits viel mit der Königsteiner Stiftung CHILDAID NETWORK zusammenarbeiten, die auch schon das Nepalprojekt der Wiesbadener Helene-Lange-Schule integriert hatte. Childaid Network ist somit mit dem Bhandar-Vorhaben unser direkter Projektnachbar in Nepal, und wir haben mit FRADS denselben nepalischen Partner. Unsere vielfältige Zusammenarbeit zeigt sich u.a. daran, dass wir gemeinsam einen Projektkoordinator engagiert haben, der mehrfach im Jahr die Projekte besucht, oder dass wir die Buchhaltung in Nepal vom selben Buchhalter bei FRADS machen lassen oder den Träger betreffende Probleme gemeinsam zu lösen versuchen.

Wir sind nun zu der Entscheidung gelangt, dass wir das von uns seit 1996 unterstützte Projekt in Kumbu schrittweise ganz in die Hände von Childaid Network übergeben wollen und sind überzeugt, dass der Zeitpunkt hierfür jetzt gekommen ist. Wir können verstehen, dass diese Entscheidung für Sie wie für viele unserer Unterstützer überraschend kommt. Genau aus diesem Grund möchten wir als Vorstand versuchen, Ihnen mit diesem Schreiben die Gründe dafür im Einzelnen aufzuzeigen. 

Die Initiative Kronberg 96 für Eine Welt e.V. besteht quasi seit Gründung in derselben Form, mit z.T. wechselnden Vorständen, aber stets mit Herrn Thomsen als Vorsitzendem. Sowohl er als auch die aktuellen weiteren Vorstandsmitglieder Frau van der Zwiep, Herr Manns und Frau Dr. Thomsen gehen inzwischen auf die 80 Jahre zu oder haben sie bereits überschritten. Unsere Bemühungen in den letzten Jahren um eine Verjüngung des Vorstands blieben leider ohne nachhaltige Ergebnisse. Der 2015 hinzu gekommene deutlich jüngere Andreas Stütz musste seine Vorstandstätigkeit 2017 aus persönlichen Gründen wieder aufgeben.

Die Personalsuche gestaltet sich nicht nur bei uns, sondern generell bei vielen Vereinen als schwierig. Junge Leute sind immer weniger bereit, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. In unserem Fall kommt hinzu, dass die Arbeit nicht ohne Reisen nach Nepal möglich ist und dass das Arbeitsvolumen sich durch die Inangriffnahme von immer mehr Teilprojekten (Berufsausbildung, Bücherei, Biogas-Anlagen, Dach-/Hausreparatur, Ausbildungskredit u.a.) stark vergrößert hat und nicht mehr nebenbei mit einer Stunde am Abend realisierbar ist. In dieser Lage ist es umso wichtiger, Synergie-Effekte des benachbarten und im Prinzip gleichartigen Projekts zu nutzen.

Nach längerer vorheriger Kooperation mit „Kinder von Bhandar e.V.“ in Wiesbaden hat Childaid Network ab 2014 auch die volle finanzielle Verantwortung für das Bhandar-Projekt übernommen. Wir sind somit beide Partner des nepalischen Vereins FRADS NEPAL, insbesondere, nachdem seit April 2016 auch unsere Fördergelder über FRADS laufen. Seitdem sind wir beide engagiert, den Partner zu einem effizienten Projektträger zu entwickeln. Herr Dr. Kasper, der Stiftungsvorstand von Childaid Network, hat seit seiner ersten Reise im Dezember 2015 durch verschiedene Maßnahmen versucht, in Schritten eine unserem deutschen Anspruch an Effizienz und Ordnungsmäßigkeit genügende Projektstruktur einzuführen. Hierzu zählt die Engagierung eines nepalischen Juristen als Berater, eines bezahlten Geschäftsführers, der kompetenter als die nur ehrenamtlich tätigen Vorstände (entscheidend Khimmak und Paban Karki) maßgeblich die Projektarbeit leistet, sowie eines deutschen Projektkoordinators, der auch flexibel nach Bedarf häufiger im Jahr nach Nepal reisen kann, um Probleme vor Ort zu besprechen und zu lösen. Diesen Koordinator, seit Mai 2016 Norbert Grobbel, haben wir zu einem Drittel mitfinanziert, da er während des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben eine entscheidende Hilfe auch für uns war.

Zusätzlich zu der Entwicklung des Partners FRADS hat Childaid Network weitere erfahrene Partner in die Projektarbeit vor Ort einbezogen, so für Lehrerfortbildung, ein großes Berufsbildungsprojekt und ein Pilotprojekt mit einer mobilen Bibliothek. Weitere Schritte zur Professionalisierung werden folgen, da Childaid Network schrittweise die Aktivitäten in Nepal weiter ausweiten wird (2017 bereits über 500.000 € Projektmittelüberweisungen). Wir sind überzeugt davon, dass Childaid Network mit seinem professionell arbeitenden Management auch bei den bestehenden Herausforderungen einen guten Weg finden wird.

Aufgrund der unterschiedlichen Historie gibt es durchaus Unterschiede zwischen dem Bhandar-Projekt (das mal so genannt wird, obwohl neben Bhandar weitere VDCs zum Projektgebiet zählen) und dem Kumbu-Projekt. So hat Childaid Network z.B. durchgesetzt, dass die vom Projekt bezahlten Lehrer nicht mehr Jahresverträge mit dem Projekt abschließen, sondern – was das Normale ist –  die Schulverwaltung die Lehrer unter Vertrag hat und beim Projekt die Finanzierung beantragt. Es gibt Sinn, dass für die Lehrer in Kumbu, die seit vielen Jahren ohne jede vertragliche Regelung von uns bezahlt werden, eine analoge Regelung eingeführt wird. Auch unser bisheriges Projekt zur beruflichen Fortbildung einzelner Personen wird zukünftig weit besser durch ein großes Berufsbildungsvorhaben abgedeckt, das Childaid Network jetzt nach erfolgtem Schulwiederaufbau mit BMZ-Zuschuss in Höhe von 500.000 € (für drei Jahre) in Angriff nimmt.

Die grundsätzliche Notwendigkeit eines Zusammenschlusses wird auch deutlich, wenn man sich die Karte von Nord-Rameshhap anschaut:  mit Ausnahme der Distriktgrenze im Südosten durch den Fluss Likhu Kola ist Kumbu-Kasthali von allen Seiten von VDCs umgeben, die von Childaid Network gefördert werden. Es ist von daher voll verständlich, wenn Kumbu in deren Projekt integriert wird.

Auch im Blick auf unser Wirken in Kumbu-Kasthali lässt sich sagen, dass wir die Verantwortung für den Ort mit gutem Gewissen weitergeben können, da in den nunmehr 22 Jahren eine Menge für die Verbesserung der Situation erreicht wurde.  Unser erster Ansatz war ja die Verbesserung des Schulwesens. Als wir 1996 begannen, gab es 5 Schulen mit zusammen nur 21 Klassen, und die Einschulungsrate der Kinder im schulpflichtigen Alter lag zwischen 30 und 40%. Bis 2014 hatten wir alle 7 Schulen bis zu dem von der Schulbehörde vorgegebenen Stand erweitert (insgesamt 46 Klassen plus 7 Vorschulklassen/Kindergärten). Und heute werden zwischen 95 und 100% der Kinder eingeschult. Auch wenn Ursache und Wirkung nicht eindeutig zuzuordnen sind, dürfte dazu auch unser 2006 begonnenes Schulanreizprogramm (School Incentive Programme) beigetragen haben, das hier bei uns durch das Patenschaftsprogramm finanziert wird. Zielgruppe dieses Programms sind die Ärmsten der Armen, da in diesen Familien auch schon die Kinder durch Arbeit zum Familieneinkommen beitragen müssen und nicht zur Schule geschickt werden. Auch wenn wegen fehlender wirtschaftlicher Entwicklung in der Region viele junge Leute abwandern in die Hauptstadt oder ins Ausland (Golfstaaten u.a.), haben sie doch mit einem Schulabschluss weit bessere Job-Chancen als ohne.

Neben dem Schulausbau und dem gerade erwähnten Sonderprogramm hat unser Projektleiter Dawa Sherpa durch die erstmalige Einführung verschiedener Maßnahmen versucht, die traditionell schlechte Qualität des Unterrichts in ländlichen Schulen zu verbessern. So wurde in den Jahrgängen 1-3 der übliche Frontalunterricht abgeschafft zugunsten der Arbeit mit Kleingruppen, angelehnt an das Montessori-System. Eine irgendwie geartete Einbeziehung der Eltern hat es nie gegeben, jetzt gibt es Elternabende und sogar in Einzelfällen Eltern-Workshops. Erst durch unsere Finanzierung von Volleyballnetzen und Bällen haben einige der Schulen erstmalig Sportunterricht eingeführt – alles Dinge, die für uns selbstverständlich sind, nicht aber auf dem Lande in Nepal.

Auch unsere Erfolge in anderen Bereichen können sich sehen lassen. Parallel zum Bau der Gesundheitsstation (Eröffnung Nov. 2006) haben wir eine Krankenschwester (Yashoda Basnet) ausbilden lassen. Sie verhalf durch ihre hervorragende Arbeit als Schwester und Hebamme der Station zu einer solchen Reputation, dass diese 2010 vom Staat den Status eines Geburtszentrums erhielt und später vom Sub-Health Post zum Health Post aufgewertet wurde. Yashoda´s effiziente Arbeit mit den schwangeren Frauen und die Abnahme der unhygienischen Hausgeburten zugunsten kontrollierter Geburten in der Station hat sicher dazu beigetragen, dass die in der Region traditionell sehr hohe Kinder- und Müttersterblichkeit verringert wurde.
Der seit Jahren funktionierende revolvierende Medikamentenfonds wird nicht nur weitergeführt, vielmehr wurde das System auch für die anderen von FRADS/Childaid unterstützten Gesundheitsstationen übernommen. Durch unsere Hilfe für Kranke aus armen Familien, denen wir auf Antrag in Einzelfällen fachärztliche Behandlung oder Krankenhausbesuch in Kathmandu bezahlten, konnte viel persönliches Leid gelindert werden. Nach mehr als 11 Jahren erfolgreicher Tätigkeit für das Projekt in Kumbu ist Yashoda momentan dabei, sich eine neue Beschäftigung in einem Krankenhaus in Kathmandu zu suchen.

Weitere positive Ergebnisse sind mit dem Umweltbereich verbunden (Bau von Biogasanlagen, Ausstattung der Häuser mit rauchfreien Öfen begonnen, erste Ansätze, das gravierende Müllproblem anzugehen) oder mit der Förderung beruflicher Existenz (Unterstützung von Handwerkern, eigenes Geschäft aufzumachen oder Gewährung von Ausbildungskrediten an Schulabgänger).

Die Arbeit von Childaid Network hat 2007 in Nordindien (Assam) begonnen. Die von Dr. Martin Kasper und seiner Frau Dr. Brigitta Cladders gegründete Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern in benachteiligten Gebieten durch Bildung eine bessere Zukunft zu schenken. Anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung wurde in 2017 natürlich auch Bilanz gezogen: dank der Zusammenarbeit mit mehreren sehr leistungsfähigen indischen Partnern ist die Stiftung in mehr als 400 Dörfern aktiv. Die Erfolge der Stiftung sind bemerkenswert. Beispielsweise wurden zehntausende Jugendliche, die nie vorher eine Schule besucht hatten, nachträglich alphabetisiert, rd. 10.000 Jugendliche wurden in Handwerksberufen qualifiziert, in der Großstadt Guwahati wurde in 10 Jahren die Anzahl der Straßenkinder halbiert, allein in den letzten 5 Jahren wurden rd. 6.000 Kinder von der Straße oder von den Müllhalden in Schule oder Ausbildungsverhältnisse begleitet. Über die Arbeit von Childaid Network in Indien informiert u.a. der beigelegte Flyer („Kindern Zukunft schenken“) oder aber ausführlicher die Website der Stiftung (www.childaid.net).

In diese Kinderförderung im weitesten Sinne passte das Nepal-Vorhaben der Helene-Lange-Schule, Wiesbaden, gut hinein. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Kooperation hat Childaid Network seit 2014 die volle Verantwortung für das Projekt übernommen. Nach dem Erdbeben von 2015 wurde – parallel zu unseren Aktionen in Kumbu – zuerst sehr effektiv Nothilfe geleistet und sodann erfolgreich der Wiederaufbau von Schulen in Bhandar und benachbarten Orten vorangetrieben. Wenn Childaid Network nun auch das Kumbu-Projekt von uns weiterführt, ist das eine sinnvolle Abrundung der Aktivitäten im Nordteil des Distrikts Rameshhap, wie die kleine Karte auf S.2 es auch rein äußerlich klar zeigt.

Childaid Network wird das Projekt in Kumbu so fortführen wie bisher, einschließlich des Patenschaftsprogramms, für das zukünftig unser Mitglied Ellen Reinhardt anstelle von Frau van der Zwiep die Detailarbeiten organisiert und Childaid Network zuarbeitet. Dadurch wird es für die Sponsoren, die Kumbu weiterhin unterstützen möchten, nur einige abwicklungstechnische Änderungen geben. Wir gehen davon aus, dass wir Ihre Anschrift an den neuen Träger weitergeben können. Sollten Sie dies nicht wünschen, bitten wir um kurze Mitteilung. Die Kontinuität unserer Hilfe wird auch dadurch gewährleistet, dass unser Vorsitzender, Herr Thomsen, für eine Übergangszeit Berater des Vorstands von Childaid Network für das Kumbu-Projekt sein wird.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch zukünftig den Ort, den wir nunmehr über 22 Jahre fördernd begleitet haben, weiter unterstützen könnten. Praktisch ist das sehr einfach. Sollten Sie eine regelmäßige Spende ins Auge fassen – egal welche Höhe - , wäre in dem beigefügten Zahlungsformular nur das Entsprechende auszufüllen. Daneben haben Sie aber jederzeit die Möglichkeit, gemäß Ihren eigenen Prioritäten Einzelspenden zu leisten. Hierfür wäre das Konto:
                Empfänger:         Stiftung Childaid Network
                IBAN:                  DE96 5004 0000 0375 5055 00                               
                Bank:                  Commerzbank        (BIC: COBADEFFXXX)
                Verw.-zweck:      Kumbu-Projekt

In zeitlicher Hinsicht geht unsere Planung davon aus, dass ab Juli in Nepal die volle finanzielle Zuständigkeit bei Childaid Network liegt. Hinsichtlich der juristisch notwendigen Schritte wird die für 4. Mai geplante außerordentliche Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins beschließen. Anschließend erfolgt die Anmeldung zur Eintragung der Auflösung im Vereinsregister, und zu einem vom Amtsgericht später festgelegten Termin (kaum vor August/September) wird dann als letzter Schritt die Eintragung der Auflösung im Vereinsregister erfolgen.

Bis zu diesem Zeitpunkt wird das derzeitige Spendenkonto weiterhin bestehen bleiben, so dass darauf noch eingehende Zahlungen an Childaid weitergeleitet werden können. Zudem hat aber die Frankfurter Volksbank mitgeteilt, dass voraussichtlich danach Childaid Network auf Antrag dieselbe Kontonummer übernehmen könnte. Auf diese Weise würde das Risiko ausgeschlossen, dass die Bank noch für die Initiative eingehende Spenden an den Absender zurück überweisen muss.

Wir hoffen, dass wir deutlich machen konnten, dass dieser Schritt der Integrierung des Projekts bei Childaid Network, so ungewöhnlich er auf den ersten Blick scheinen mag, zum jetzigen Zeitpunkt richtig ist. Wir sind sehr froh, dass Childaid Network das Projekt in unserem Sinne weiterführen will und würden uns freuen, wenn Sie „unseren“ Ort auch weiterhin unterstützen.

Wir grüßen Sie herzlich!

Im Namen des gesamten Vorstands
Christian Thomsen


Protokoll der Jahres-Mitgliederversammlung vom 04.05.2018

Ort:              Kronberg, Rosenhof, Am Weißen Berg 7
Zeit:             4.5.2018, 19:30 – 21.30 Uhr
Teilnehmer: 37 Mitglieder, 5 Gäste

Die Versammlung wird vom Vorsitzenden Christian Thomsen geleitet. Er begrüßt die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste, darunter u.a. Herrn Dr. Martin Kasper und Frau Dr. Ute Nieschalk vom Stiftungsvorstand von Childaid Network. Nach den Formalien (ordnungsgemäße Einberufung, keine Einwände zum vorjährigen Protokoll, kein Stimmrecht für Gäste) startet er mit

TOP 1 – Bericht über die (hiesigen) Aktivitäten des Vereins 2017

Herr Thomsen blickt einleitend noch etwas weiter zurück als 2017 und erwähnt 3 Aspekte:

--  im Rosenhof fand am 21.7.1996 die Gründungsversammlung mit 11 Teilnehmern statt. 5 davon
    sind heute anwesend (Ehepaar Thomsen, Frau van der Zwiep, Herr Manns und Frau Schneider).
    Eins der Gründungsmitglieder war die Frau des damaligen Leiters des Rosenhofs (Georg Gebauer).
    Dieser ermöglichte die kostenlose Nutzung der Bibliothek für die Jahresversammlungen, was dann
    bis heute so blieb. H. Thomsen dankt dem Rosenhof für diese großzügige Hilfe.

--  Von 2006 bis heute gab es 13 Mitgliederversammlungen. 3 Mitglieder werden besonders für ihr 13-
    malige Teilnahme gelobt (Frau van der Zwiep, Herr Manns und Frau Reinhardt).

--  Die hohe Zahl von Mitgliedern, die das Projekt in Nepal persönlich kennen, wird als Besonderheit
     herausgestellt. Bei 13 Reisen, darunter 8 Gruppenreisen, gab es 143 Teilnehmer. Nach Abzug der
     Mehrfachreisen sind es 70 Mitglieder, die die Verhältnisse vor Ort selbst kennengelernt haben.

Es folgt der Rückblick auf 2017. Der Mitgliederstand per 31.12.17 war mit 98 so wie im Vorjahr, allerdings mit je einem Austritt (Herr Barths aus Altersgründen) und einem Beitritt (Frau Christina Nicolai). Im Januar dieses Jahres sind noch 2 weitere neue Mitglieder hinzugekommen (H. Thomas Nitzsche und Frau Gabriele Schiller aus Eschborn), so dass es heute genau 100 Mitglieder sind.

Es gab 2017 keine selbst organisierten Veranstaltungen, lediglich Teilnahmen bei anderen. So z.B. beim Nepaltag von Nepali Samaj, der Vereinigung der im Rhein-Main-Gebiet lebenden Nepalis. Oder beim Projektabend von Childaid Network in Königstein, wo stets Besucher der Projekte über ihre persönlichen Erfahrungen berichten. So 2017 Svenja Appuhn, die nach dem Erdbeben die große Aktion „dein Stein für Nepal“ organisierte, und Norbert Grobbel, unser Projektkoordinator, der 2017 fünf mal in Nepal war und dadurch vieles voranbringen konnte. Mit Childaid Network gab es daneben natürlich eine Vielzahl von Abstimmungsgesprächen angesichts der in Nepal auftretenden Probleme.

Normal ist in jedem Jahr die Teilnahme am Weihnachtsmarkt, diesmal mit geringeren Umsätzen als in den Vorjahren. Auch das Patenschaftsprogramm läuft normal weiter. Zum Jahresende waren 131 Kinder in der Förderung durch 91 Paten, davon 26 Schulklassen und 65 Private. Herr Thomsen verweist auf den schon im Brief vom 27.3.18 genannten Übergang der Betreuung des Patenschaftsprogramms auf Frau Reinhardt und dankt gleichzeitig Frau van der Zwiep für ihre jahrelange (seit 2006) aufopferungsvolle Arbeit als Mittler zwischen dem Projekt in Kumbu einerseits und den Paten (Schulklassen und Private) andererseits.

TOP 2 – Jahresabschluss

Herr Thomsen übergibt dazu an den Schatzmeister Herrn Manns, der Erläuterungen zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gibt (diese hatten alle Mitglieder zusammen mit dem Jahresbericht erhalten). Er verweist u.a. darauf, dass das auf den ersten Blick stark rückläufige Spendenaufkommen jetzt wieder ähnlich ist wie vor dem Erdbeben. Anhand der 6-Jahres-Übersicht wird klar, dass 2015 und 2016 als „Erdbebenjahre“ deutlich herausstechen (Spenden von 165.388 € bzw. 143.206 €). Da es beim Einsatz in Nepal erhebliche Verzögerungen gab, führte dies zu dem äußerst hohen Vermögensstand von 203.761 € Ende 2016. Dank der Fortschritte beim Wiederaufbau in 2017 konnte dieser Überschuss auf 105.373 € reduziert werden und wird bis 30.6.18 kräftig weiter abgebaut werden.

Zusätzliche Erläuterungen beziehen sich auf die sonstigen Einnahmen (Schulaktionen, Marktverkäufe, Beiträge, nur noch minimale Zinsen) und die Ausgaben: dem nach Nepal zur Projektdurchführung überwiesenen Betrag von 132.720 € sind die 17.881 € hinzuzurechnen, die für den Buchhalter, den Rechtsanwalt, den Projektmanager Abishek und für den Einsatz von Herrn Grobbel angefallen sind, aber in Deutschland über Childaid Network abgerechnet wurden. Der Anteil der Verwaltungsausgaben liegt wieder unter 1% der Gesamtausgaben.

Herr Thomsen fügt noch einige Anmerkungen zum Nepal-Abschluss hinzu: von den Gesamtausgaben von 143.298 € entfallen rd. 92 Tsd. auf den Wiederaufbau (nach 39 Tsd. im Vorjahr), was den Fortschritt der Arbeiten vor allem im 2. Halbjahr widerspiegelt. Von den normalen Projektausgaben (51 Tsd) entfallen mit rd. 37 Tsd 72% auf die Schulförderung. Der Rest entfällt zu etwa gleichen Teilen auf die Gesundheit, die sonstigen Förderprogramme und die Projektleitung und -Verwaltung.

TOP 3 – Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstands

Die Prüfer waren wieder Frau Karla Wagschal und Herr Klaus Schumbert. Frau Wagschal erstattet Bericht über die am 5.4. erfolgte Prüfung. Sie bestätigt die ordnungsgemäße Buchführung und dass es bei den Überprüfungen und Stichproben keine Beanstandungen gab. Sie beantragt daher die Entlastung des gesamten Vorstands. Nach erfolgter Abstimmung stellt der Vorsitzende fest, dass der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder einstimmig entlastet wird.

TOP 4 – Projektentwicklung in Nepal

Die Mitglieder waren durch 2 Rundbriefe und den Jahresbericht zwar über wesentliche Geschehnisse vor Ort informiert worden; Herr Thomsen fasst aber dennoch die Entwicklung im Jahr 2017 unter Verwendung diverser Fotos noch einmal zusammen.

--  Beim Genehmigungsverfahren in der Hauptstadt werden im Dezember 2016 Abweichungen von den
    vorgegebenen Basisplänen festgestellt.
--  Da der dafür verantwortliche Ingenieur kündigt, wird die Revision der Pläne durch einen neu ausge-
    wählten Ingenieur vorgenommen.
--  Auf der Basis werden Ende März mit den schon im Vorjahr ausgewählten Bauunternehmern (die
    auch schon 10% Anzahlung erhalten hatten) neue Verträge abgeschlossen.
--  Da nach den Verzögerungen eine Fertigstellung bis Ende April, dem Ende der Projektlaufzeit für den
    Einsatz des vom BMZ erhaltenen Zuschusses, nicht möglich ist, wird eine Verlängerung der Laufzeit
    bis Ende Dezember beantragt und auch genehmigt.
--  Nach weiteren Verzögerungen im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten eines Schulleiters begin-
    nen die Bauarbeiten an 2 der 3 Schulen und werden auch, soweit möglich, in der von Mai/Juni bis
    September dauernden Regenzeit fortgesetzt.

--  In Charam passiert leider gar nichts. Wir hören nur, dass der Bauunternehmer angeblich noch an-
     dere Aufträge abarbeiten muss. Als er endlich starten will, hat der Monsun schon begonnen und
     die Pisten unbefahrbar gemacht. Mangels Baumaterial kann er erst im Oktober den Bau beginnen
     und hat dadurch 4 Monate verloren.

--  Mit starkem Personaleinsatz wird dann doch noch erreicht, dass die neuen Räume in der ersten
    Januar-Woche fertig sind und noch im Januar bezogen werden können. Da die Neubauten in Khadka
    Gaon im Oktober und in Upper Kasthali im November fertig gewesen waren, ist der Umzug der
    Kinder aus den trostlosen Behelfsbauten in neue Räume in diesen 3 Schulen endlich erreicht.

--  Nicht erledigt bis 31.12.17 sind verschiedene Zusatzarbeiten wie Zäune, Eingangstore, Schutz-
     mauern gegen Erdrutsche u.a. Als größere Investition erweist sich dann aber die vorher „kleine Re-
     paratur“ von 6 bestehenden Klassenräumen in Upper Kasthali. Die Schule beantragt, dass die
     Mauern doch ab Fensterhöhe erneuert und dabei Ringanker eingezogen werden sollten, um die
     Erdbebensicherheit genauso wie bei den Neubauten zu erreichen. Dem haben wir zugestimmt, und
     die Arbeiten erfolgen von März bis Mai/Juni 2018.

--  Neben den 3 „BMZ-Schulen“ waren noch andere Maßnahmen aus eigenen Mitteln in Vorbereitung.
    Zum einen die Schule in Puna. Hier hatten wir erreicht, dass wir anstelle weiterer 3 Räume in Upper
    Kasthali diese Schule mit 7 Räumen komplett finanzieren. Dadurch wird vermieden, dass ein Groß-
    teil der Schüler auf unbestimmte Zeit weiter in den Behelfsbauten unterrichtet wird. Des weiteren
    war immer noch der Abriss und Wiederaufbau des Anbaus der Gesundheitsstation in Verhandlung.

--  Anstelle von Informationen über den Beginn der vielen ausstehenden Arbeiten erhalten wir im
    neuen Jahr nur Meldungen über Probleme beim Abschluss der Bauverträge. Da es um potentielle
    Mehrkosten geht, die wir nicht für gerechtfertigt halten und auf schriftlichem Wege keine Lösung in
    Sicht ist, reist Herr Thomsen vom 21.2. – 2.3.18 nach Nepal. In z.T. harten Verhandlungen mit
    den Unternehmern und dem neuen Bürgermeister, der „seinen“ Unternehmern etwas Gutes tun
    will, kann er die Forderungen nach höherer Finanzierung abwehren. Am Ende des Projektbesuchs in
    Kumbu sind 5 Verträge über insgesamt 78.000 € unterzeichnet: 3 für die Restarbeiten an den 3
    BMZ-Schulen, der komplette Neubau in Puna sowie der Anbau der Gesundheitsstation.

--  Die Arbeiten beginnen sofort nach H. Thomsen´s Abreise. Aufgrund der zwischenzeitlich bis Ende
     April erhaltenen Berichte des überwachenden Ingenieurs ist er zuversichtlich, dass alle Bauarbeiten
     bis Ende Juni abgeschlossen sein können.

--  In Kumbu, dem Dorfteil mit der 10-klassigen Schule, hatte die Schulbehörde einen 6-klassigen Neu-
    bau zugesagt. Dieser ist seit Januar im Bau. Bei seinem Besuch wird Herr Thomsen gefragt, ob
    die Initiative Kronberg mehrere Sicherungsmauern finanzieren könne, um das Risiko von weiteren
    Erdrutschen (und damit Gefährdung vorhandener Gebäude) zu vermeiden. Angesichts unserer finan-
    ziellen Lage stimmt er nach Rückkehr zu. Auch diese Arbeiten werden im 1. Halbjahr fertig.

TOP 5 – Erläuterungen zum Übergang des Projekts an Childaid Network

Unter Bezug auf das an alle Mitglieder, Paten und sonstige Förderer am 27.3.18 versandte Schreiben gibt Herr Thomsen zusätzliche Erläuterungen zu dem bevorstehenden wichtigen Schritt. Er betont die
zwei zusammenkommenden Aspekte: einmal das nicht änderbare Faktum des Älterwerdens der Vorstandsmitglieder bei nicht vorhandenem Nachwuchs, der auch zur Übernahme voller Verantwortung bereit wäre, zum anderen die positive Situation, dass das Projekt nicht allein in einer abgelegenen Region durchgeführt wird, sondern seit Beginn das Wiesbadener Projekt mit Walter Limberg unser Nachbar war. Mit der späteren Kooperation zwischen Kinder von Bhandar e.V. und Childaid Network, die schließlich zur vollen Integration von Spendern, Team und Projekten bei Childaid Network führte, wurde diese von Dr. Martin Kasper und Dr. Ute Nieschalk geleitete Stiftung unser Nachbar in Nepal.

Dass wir diese Konstellation haben, ist jetzt unser großer Vorteil. Wir können eine geordnete Integration der Aktivitäten und Übertragung der Verantwortung an einen qualifizierten Partner vornehmen. Die Alternative, alles weiterlaufen zu lassen, ist laut Herrn Thomsen keine Option. Es kann immer etwas Unerwartetes passieren, und wenn dann notgedrungen der Verein abgewickelt und das Projekt irgendwie übergeben werden müsste, wäre das eine äußerst undankbare Aufgabe für den Restvorstand. Da ist die jetzt anstehende geordnete Übergabe, wo alles in Ruhe geregelt werden kann, der weitaus bessere Weg.

Herr Thomsen bittet sodann Herrn Dr. Kasper, aus seiner Sicht darzulegen, wie er das Projekt und die zukünftige Entwicklung in der Projektregion sieht.

Herr Dr. Kasper dankt zunächst dem Vorstand und dem Verein für die langjährige, erfolgreiche Arbeit in Nepal. Die Initiative hätte sich immer durch sehr intensives persönliches Engagement, gute konzeptionelle Begleitung, Transparenz und Fokussierung ausgezeichnet, Prinzipien die auch Childaid Network wichtig seien. Herr Dr. Kasper schlägt vor, das Wirken des Vorstands in geeigneter Form umfassend bei einem gemeinsamen Projektabend am 15. November zu würdigen.

Herr Dr. Kasper schildert dann kurz die Projektarbeit von Childaid Network in Nepal. Die Stiftung habe die Vision, sich selber überflüssig zu machen, indem die Lebenssituation der Menschen in der Projektregion grundlegend verbessert wird. Ein fast flächendeckender Schulbesuch ist inzwischen erreicht, aber die Qualität des Unterrichts ist immer noch unzureichend und eine Beschäftigung der lokalen Jugend scheitert häufig an mangelnder Ausbildung. Childaid Network fokussiert deswegen derzeit auf Programme zur Schulung von Lehrern, Begleitung der Schulen zur Qualitätsverbesserung mit sogenannten Social Mobilizern, Verbesserung der Schulausstattung und des Schulumfeldes und umfangreiche Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung der jungen Menschen. Childaid Network hat 2017 mehr als 500.000 Euro an Projektmitteln nach Bhandar überwiesen, darin enthalten sind allerdings auch noch erhebliche Mittel für den Neubau von sechs großen Schulen. Die organisatorische Weiterentwicklung vor Ort ist vorangekommen, aber noch nicht abgeschlossen. Mitwirkende bei Childaid Network waren im Vorjahr an ca. 150 Tagen vor Ort, was den persönlichen Einsatz zeigt. Er verweist im Übrigen auf die ausgelegten Berichte und Unterlagen.

Dr. Kasper verspricht den anwesenden Mitgliedern die Fortführung und Weiterentwicklung der laufenden Projekte in diesem Sinne. Die Zusammenarbeit in der Projektregion war über die letzten 3 Jahre bereits sehr intensiv, die beiden Organisationen haben sich mit dem Koordinator Norbert Grobbel, dem Projektmanager vor Ort Abishek Thapa und dem Buchhalter Govinda bereits viele Ressourcen geteilt und die inhaltliche Zusammenarbeit vertieft, so dass die wesentlichen Themen und Personen bekannt sind. Auch in Zukunft gehe es ja um die Zusammenführung der Ressourcen. Christian Thomsen wird das Team von Childaid Network beraten und begleiten, Frau Reinhardt von der Initiative hat sich bereit erklärt, die Patenschaften in Zukunft zu betreuen. Childaid Network hat einen bezahlten Projektkoordinator, der die Fäden für alle Projekte zusammenhält, aber auch viele Freiwillige, wie zum Beispiel den gerade pensionierten Oberstufenleiter des Taunusgymnasiums Winfried Romahn, die Kronbergerin Svenja Appuhn, ehemalige Landesschulsprecherin Hessens, mehrere Kinderärztinnen und andere Freiwillige, die sich für die Projekte in Nepal ehrenamtlich engagieren.

Die Prinzipien, sehr schlanke Kostenstruktur, persönliche Erreichbarkeit, gute Transparenz, Wirkungskontrolle und persönliche Begleitung, regelmäßige Berichte und Einbindung des Teams wird Childaid Network dabei genauso leben wie die Mitglieder der Initiative dies gewohnt sind.

Frau Dr. Nieschalk verliest dann ein Grußwort von Norbert Grobbel, der auch die Arbeit der Initiative in den letzten Jahren vor Ort koordiniert hat, aber leider persönlich nicht anwesend sein kann (anhängend).

Vor der Möglichkeit zu Diskussion und Rückfragen nimmt Herr Thomsen noch zu praktischen Fragen Stellung, wie es weitergeht (hier und in Nepal):

--  Kommt bei der anstehenden Abstimmung die 75%-Mehrheit nicht zustande, bleibt erstmal alles wie
    bisher. Der Vorstand würde versuchen, Gründe für die Ablehnung zu erfahren und ggf. an den Ursa-
    chen zu arbeiten im Blick auf eine erneute spätere Abstimmung.

--  Bei positivem Abstimmungsergebnis wird der Vorstand auf Basis der vorhandenen und noch zu
    erhaltenden Informationen den Mittelbedarf für die nächste Zeit abschätzen (ausstehende Raten für
    die laufenden Bauverträge, Gehälter für 2. Quartal, Zahlung SIP (School Incentive Programme) für
    2. Quartal, andere Projektausgaben). Davon abhängig wird das erforderliche Geld auf das Projekt-
    konto in Kathmandu überwiesen. So wird sichergestellt, dass nicht durch evtl. nötige organisatori-
    sche Umstellungen fällige Zahlungen zu spät erfolgen (mit dem Risiko, dass Bauunternehmen die
    Arbeiten einstellen).

--  Das nach der Zahlung verbleibende Vermögen der Initiative wird dann, wie in der Satzung (§ 9.2)
     vorgesehen, an Childaid Network überwiesen. Wie schon Dr. Kasper bestätigte, betont Herr
     Thomsen erneut, dass die Mittel zweckgebunden, d.h. für Kumbu, eingesetzt werden, ebenso wie
     danach eingehende Spenden von ehemaligen Mitgliedern, Paten oder sonstigen Förderern.

--  Erst nach dieser Zahlung folgt als nächster Schritt der Antrag des Vorstands an das Registergericht
    auf Löschung im Vereinsregister. Den Antrag früher zu stellen, wäre kontraproduktiv, da bei noch
    vorhandenem Vermögen Liquidatoren bestimmt werden müssten, die Liquidation veröffentlicht und
    bis zu einem Jahr gewartet werden müsste, bis die Löschung erfolgen kann. Eine solche Hängepar-
    tie ersparen wir uns durch die vorherige Trennung von allem Vermögen. Laut Herrn Thomsen hat
    man ihm im Amtsgericht Königstein gesagt, dass mit der Löschung ca. 3 Wochen nach Erhalt des
    Antrags gerechnet werden könne.

--  In Nepal erfährt unser Partner FRADS in den nächsten Tagen, dass Childaid Network die Funktio-
    nen der Initiative Kronberg mit übernimmt. In dem Schreiben wird auch mitgeteilt, dass Childaid der
    Weiterführung des Kumbu-Projekts zugestimmt hat. Wenn sich in Zukunft Zweifel ergeben sollten,
    ob evtl. Projektteile besser auslaufen oder maßgeblich verändert werden sollten (in Kumbu laufen
    mehrere Teilprojekte, die es in Bhandar nicht gibt), wird Childaid das mit der Leitung von FRADS,  
    zu der ja Dawa Sherpa auch als 2. Vorsitzender gehört, diskutieren.

--  Den offiziellen Projektübergang in Nepal haben wir auf den 15./16. Juli 2018 festgelegt. Der Grund
    dafür ist, dass das nepalische Fiskaljahr nicht unserem Kalenderjahr folgt, sondern vom 16.7. bis
    zum 15.7. läuft, somit zu dem Zeitpunkt von FRADS die Jahresabschlüsse erstellt werden. Insofern
    bietet es sich an, unsere Zuständigkeit mit dem 15.7. auslaufen zu lassen.

Es wird sodann Gelegenheit zu Fragen an den Vorstand oder Herrn Dr. Kasper gegeben. Eine aus
dem Publikum kommende Frage greift Herr Thomsen auf, indem er zusagt, dass nach Abschluss des Projekts noch ein zusammenfassender abschließender Bericht über das Vorhaben insgesamt erstellt werden kann. Zusammen mit diesem könnte im 2. Halbjahr die finanzielle Schlussrechnung versandt werden.

Andere Fragen betreffen Art und Zeitpunkt zukünftiger Zahlungen an Childaid. Hier wird noch einmal betont, dass insbesondere die Paten, die bisher von der Initiative einziehen lassen, die neue SEPA-Einzugsermächtigung an Childaid schicken sollten, da ohne diese nicht eingezogen werden darf (für Quartalszahler wäre der 15.8. der nächste Einzugstermin). Aufgrund entsprechender Empfehlung mehrerer Paten wird Childaid das Formular allerdings noch einmal verändern und einen Platz für den Verwendungszweck vorsehen, der bisher fehlt. Dies wird Paten ermöglichen, den Namen des Patenkinds zu nennen, was wiederum die spätere Kontrolle erleichtert. Auch freie Spender, die für Kumbu spenden

wollen, haben dann die Möglichkeit, „Kumbu-Projekt“ anzugeben. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass alle Paten und Mitglieder bis spätestens Ende Juni noch ein Schreiben erhalten,

     --  dem das oben erwähnte neue Einzugsformular beiliegt,

     --  und in dem das für Selbstzahler ab Juli gültige Konto genannt wird (z.Z. noch nicht klar, ob die
         bisherige IBAN auch unter Childaid Network weiter gilt oder ein anderes Konto kommt).

Als kein Fragebedarf mehr besteht, leitet der Vorsitzende über zum

TOP 6 – Abstimmung

Es werden die vorbereiteten Stimmzettel ausgegeben und nach Ausfüllung wieder eingesammelt. Zwei Gäste erklären sich bereit, die Auszählung vorzunehmen. Herr Thomsen verkündet sodann das
Ergebnis:      Abgegebene Stimmen:   37   (entspricht Zahl der anwesenden Mitglieder gemäß Liste)
                      Zustimmung                   37
                      Ablehnung                       0
                      Enthaltung                       0 

Herr Thomsen dankt den Mitgliedern für dieses eindeutige Ergebnis. Er macht deutlich, dass es auch für die Außenwirkung gut ist, wenn so viele Mitglieder voll hinter dem Beschluss des Vorstands stehen.

Herr Thomsen gibt noch bekannt, dass die am Eingang ausgelegten Nepal-Artikel bei Interesse gern mitgenommen werden können, da ein weiterer Weihnachtsmarkt nicht ansteht.

Im Blick auf ein mögliches Wiedersehen der Mitglieder informiert er, dass unser langjähriger (seit 2004!) Projektleiter Dawa Sherpa uns voraussichtlich im Herbst (zwischen Dashain- und Tihar-Fest) besuchen wird. In dem Rahmen wird es auch ein gemeinsames Treffen geben, zu dem rechtzeitig eingeladen wird.

Der Vorsitzende dankt noch einmal seinen Vorstands-Kollegen und -Kolleginnen für ihre lange tatkräftige Mitarbeit und den Mitgliedern, dass sie den Verein mit getragen und ihm zu dieser Bedeutung verholfen haben.
Abschließend lädt er die Teilnehmer zu weiteren persönlichen Gesprächen und Ausklang bei einem Glas Wein nach dem offiziellen Schluss der Versammlung ein..

Die Versammlung wird um 21:30 Uhr beendet.

                Christian Thomsen                                          Horst Manns
                Vorsitzender                                                    Schriftführer und Schatzmeister

  

 

Broschüre  


Die 2016 zum 20-jährigen Bestehen aktualisierte Broschüre liegt noch vor und kann bei Bedarf angefordert werden.