Ergebnisse unserer Hilfe

Seit Beginn unserer Förderung sind im Bereich der schulischen Entwicklung Kumbu-Kasthali´s große Fortschritte erzielt worden. Bevor wir 1997 mit unserer Förderung begannen, gab es nur 1 Schule bis zur 7. Klasse, 2 Schulen bis zur 5. Klasse, eine bis zur 3. und eine mit nur der 1. Klasse. Inzwischen ist in Kumbu der Abschluss der 10. Klasse (SLC) möglich, 2 weitere Schulen gehen bis zur 8. Klasse und die 4 übrigen bis zur 5. Klasse. Die Zahl der Schulklassen hat sich damit von 21 auf 46 mehr als verdoppelt. Hinzu kommen die 7 Vorschulklassen bzw. Kindergärten, d.h. es gibt insgesamt 53 Klassen..



Die Folgen hiervon sind vielfältig: Die Volksschüler bis zur 5. Klasse haben nirgends mehr einen Schulweg von mehr als 30-40 Minuten. Um den Schulabschluss in Bhandar zu machen, gingen die älteren Schüler aus den westlichen Teilen des VDC früher bis zu 2 Stunden (hin und zurück also 4 Stunden). Jetzt können sie im Ort ihre Prüfungen ablegen und bei Erfolg das SLC (School Leaving Certificate) erhalten, den nach wie vor wichtigsten Schulabschluss in Nepal..

Hinsichtlich der Schülerzahlen ist vor allem die starke Zunahme bei den Mädchen erfreulich: Ihre Zahl stieg um 77 % (einschließlich Vorschulklassen), mit dem Ergebnis, dass ihr Anteil mit 52% den der Jungen (48%) übersteigt. Hier macht sich, wenn auch langsam, die Einsicht unter den Eltern bemerkbar, dass die Kinder etwas lernen müssen, wenn es ihnen später besser gehen soll als ihnen selbst.



Mittlerweile plant die Schulleitung in Kumbu, die Schule zu einer 10+2 - Schule wie in Bhandar zu erweitern. Damit würde vor allem die Highschool in Bhandar entlastet. Die Schule in Upper-Kasthali hat seit 2008 eine 8. Klasse und möchte in naher Zukunft ebenfalls bis zur 10. Klasse führen. Wegen der derzeitigen Überfüllung der 9. und 10. Klasse in Bhandar halten wir das für sinnvoll. Die Aufsichtsbehörde hat dieser Erweiterung aber bisher nicht zugestimmt.

Wir haben seit etwa 2010 grundsätzlich deutlich gemacht, dass Schulen im Fall von Erweiterungen nicht mehr mit unserer Finanzierung für die zusätzlich erforderlichen Lehrer rechnen können. Wir halten es nicht für vertretbar, die Abhängigkeit des Schulbetriebs von Hilfe aus Deutschland weiter zu vergrößern, vielmehr streben wir mittelfristig eine Verringerung an.



Durch unsere Kostenübernahme für Schulhefte und Bleistifte/Kulis gibt es keine Schüler, die (wie es früher passierte) wegen fehlenden Arbeitsgeräts der Schule fern bleiben. Der Verbrauch an Heften für die über 1000 Schüler liegt jährlich bei 10.000 bis 12.000 Stück. Ähnlich ist es bei den Stiften.